Why not X?
Es gibt bereits starke Frameworks – und das ist gut so. WAF++ existiert nicht, um sie zu ersetzen, sondern um Governance, Nachvollziehbarkeit und vendor-neutrale Multi-Cloud-Entscheidungen als erstes Ziel zu setzen.
Du musst provider-übergreifend entscheiden
Wenn Architekturentscheidungen nicht nur innerhalb eines Cloud-Anbieters stattfinden (oder du Exit-Fähigkeit ernst meinst), brauchst du ein neutrales Raster.
Du willst Entscheidungen auditierbar machen
WAF++ setzt auf Evidenz, RFCs und nachvollziehbare Tradeoffs – das erleichtert Reviews, Audits und langfristigen Betrieb.
Du willst Governance & Community-Prozesse
Maintainer, Working Groups und TSC sind Teil des Systems – nicht „später vielleicht“.
Viele Teams nutzen bereits AWS Well-Architected, Azure CAF oder GCP Frameworks – und sollten das auch weiterhin tun. WAF++ positioniert sich als „Overlay“: vendor-neutral, governance-first und mit Fokus auf souveräne Multi-Cloud-Architekturen.
Was diese Frameworks richtig gut können
- Konkrete, produktnahe Empfehlungen (Services, Implementierung)
- Operationalisierung innerhalb eines Ökosystems
- Viele Referenzen, Tools und Quick Wins
Wo die Grenzen liegen (für euer Problemfeld)
- Provider-gebunden (neutraler Vergleich ist nicht Ziel)
- Keine community-getriebene Governance / RFC-Prozesse
- Souveränität & Exit-Fähigkeit häufig nicht als „first class“ Säule
Wie WAF++ ergänzt
WAF++ liefert ein neutrales Bewertungsraster, das du auf AWS/Azure/GCP anwenden kannst – inklusive Governance, Evidenzanforderungen und einer Roadmap-getriebenen Weiterentwicklung. Provider-Frameworks bleiben dabei wertvolle Quellen für konkrete Umsetzung.
Was CNCF liefert
- Ökosystem + Standards + Best Practices
- Projekt-Governance als erprobtes Modell
- TAGs & Referenzen für Cloud Native Themen
Was CNCF nicht sein will
- Kein einzelnes, konsistentes Bewertungsframework
- Keine „One-size-fits-all“ Scoring-Logik
- Kein Framework, das Auditierbarkeit als Artefakt-Standard definiert
Wie WAF++ CNCF-Nähe nutzt
WAF++ lehnt sich an CNCF Governance-Prinzipien an (Working Groups, Maintainers, TSC) und fokussiert sich auf das fehlende Bindeglied: Bewertung, Kriterien, Evidenz und nachvollziehbare Entscheidungen über Provider-Grenzen hinweg.
Stärken
- Rechtssichere und audit-fähige Normen
- Gute Basis für Controls und Compliance
- Breit akzeptierte Terminologie
Grenzen
- Oft zu abstrakt für Architekturentscheidungen im Alltag
- Wenig Guidance zu Tradeoffs und Betriebsrealität
- Kaum „Cloud Native“-Bezug als Pattern-Raster
WAF++ Ansatz
WAF++ will Standards nicht ersetzen, sondern in eine praxisnahe Bewertungsstruktur übersetzen – mit Fragen, Evidenz und Referenzmodellen. So wird „Compliance“ anschlussfähig an Engineering.
Mit AWS/Azure/GCP
Nutze WAF++ als neutrales Bewertungsraster. Nutze Provider-Frameworks für konkrete Service- und Umsetzungstipps.
Mit CNCF
Nutze CNCF als Ökosystem & Best Practices. Nutze WAF++ für Bewertung, Scoring und Governance-Prozesse.
Mit Standards
Nutze ISO/NIST/BSI als Control-Basis. Nutze WAF++ zur Operationalisierung in Architektur- & Plattform-Teams.
Nächster Schritt
Wenn du wissen willst, wo WAF++ klar unterscheidet, schau dir den Vergleich an – oder starte direkt mit den aktiven Säulen.
Comparison → Säulen →